Missoula & Idaho

Hallo zusammen,

nun sind wir seit einer Woche unterwegs. Da wir nur eine Woche bei Lea und Jake geplant haben war das Programm relativ straff. Am ersten Tag sind wir ein wenig in Missoula gewandert, haben ein paar Lebensmittel für die folgenden Tage eingekauft und sind relativ früh ins Bett, dem Jetlag wegen. Am nächsten Morgen sind wir zum Glacier National Park gefahren. Als wir nach 2,5 Stunden dort ankamen, brauchte es weitere 2 Stunden um nur eine Hauptstraße Richtung Osten zu fahren. Dabei hatten wir Temperatursprünge von ca. 15°C bis -2°C. Die Landschaft war einfach traumhaft. Die Bilder dazu sind in der Galerie. Leider haben wir keine Bären gesehen, was auch eher seltener ist, dafür hab ich euch einen schönen Haufen „Bearpooh“ fotografiert 🙂 Allerdings haben wir wilde Bergziegen gesehen, was natürlich auch toll war.

Nachdem wir dann wieder die 4,5 Stunden zurück gefahren sind, hat Jake uns schon mit sehr leckeren Tacos, Bohnenpüree und Reis erwartet. Danach ging es wieder müde ins Bett, da wir am nächsten morgen relativ früh los wollten, um nach Idaho zur Whitebird Summit Lodge zu fahren, Leas ehemaliger Arbeitsplatz. Die Ranch liegt ca. 4 Stunden von Missoula entfernt, somit kamen wir gegen Nachmittag an. Nachdem wir Frank und Terri begrüßt haben, unsere Zimmer bezogen haben und uns mit einem Kaffee gestärkt haben, ging es auch schon los. Lea zeigte uns die komplette Ranch und alle Tiere, sowohl die lebenden als auch die ausgestopften. Neben Ziegen, Schafen, Truthähnen, Hühner, Gänsen, zwei großen Hängebauchschweinen und einem Widder waren da ca. 15 Pferde und ein Mini-Hängebauchschwein unter den Lebenden. Dieses fütterten wir mit Gras welches dadurch fröhlich vor sich hin grunzte (Julia: „Ihr könnt euch nicht vorstellen wie süß das aussah, die Zunge und das Geschmatze…“). Als Frank es aus seinem Gehege holte hat es so laut gequiekt, dass alle Pferde auf der Koppel angelaufen kamen um zu schauen was los ist. Des weiteren leben noch zwei Hunde auf der Ranch, Dexter und Hobo. Dexter ist leider schon sehr krank, sodass er eher nur noch auf seinem Platz liegt. Hobo dagegen ist ein totaler Wirbelwind. Er war dauernd irgendwo mit dabei. Anschließend sind wir ausreiten gegangen. Lea ritt auf „Tiny“, Julia auf „Bug“ und ich auf „Oreo“. Es war einfach eine traumhafte Umgebung. Und es war Freiheit. Ich kann es eigentlich gar nicht in Worte fassen, daher weise ich nochmals auf die Bilder bzw. die Videos (in unserem Youtubekanal) hin.

Nach dem Ausritt sind wir dann in Grangeville in einem Lokal essen gegangen. Ich sag nur US-Rib-Eye-Steak…

Nach dem Essen haben wir den Abend bei einem Bier am Kamin ausklingen lassen. Am nächsten Tag war es leider sehr stürmisch, sodass wir leider nicht ausreiten konnten, sehr zum Bedauern von Julia, die nun mit dem Reiten Blut geleckt hat. So beschlossen wir noch eine weitere Nacht in Idaho zu bleiben und Lea zeigte uns stattdessen den Hells Canyon, den tiefsten Canyon Nordamerikas. Oben bot sich wieder ein sagenhafter Ausblick. Als wir unten am Snake River ankamen, welcher durch den Canyon fließt, war es richtig warm. Statt den vorigen 12-15 Grad hatten wir plötzlich 22 Grad da unten. Wir wanderten den Trail am Fluss für etwa 2 km entlang und wieder zurück. Auf der Heimfahrt haben wir viele Rehe gesehen. Wir haben den Abend dann bei ein paar Bier ausklingen lassen, wobei wir das letzte Bier draußen im „Hot Tub“ genossen haben, einem beheizten Whirlpool.

Am nächsten Morgen war das Wetter echt schön, sodass wir vor dem Frühstück ausritten.

Als wir uns schweren Herzens verabschieden mussten und wieder nach Missoula gefahren sind, beschlossen wir Abends was Essen zu gehen und anschließend das Tanzbein in einem Countrysaloon zu schwingen. Es war echt unbeschreiblich. Neben „echten“ Cowboys waren Leute jeglicher Altersklasse vertreten Eine Liveband hat Country und Rock gespielt und fast jeder hat getanzt. Sogar ein „spoon man“, ein alter zotteliger Cowboy mit langem Bart, der mit zwei Löffeln zur Musik „gelöffelt“ hat. Wir haben getanzt und leckeres Bier getrunken. Glücklich sind wir nachts irgendwann ins Bett gefallen, um am nächsten Morgen wieder unsere Sachen zu packen. Nach einem tollen Frühstück holten wir am Flughafen unseren gemieteten „Kleinwagen“ ab, der sich letztendlich durch ein kostenloses Upgrade statt einem Chevrolet Spark als einen Ford Edge Titanium entpuppte. Ein Schlachtschiff mit allem drum und dran. Wir verabschiedeten uns von Lea, Jake und Roy und fuhren bis nach Spokane, Washington. Obwohl wir ernsthaft überlegt haben in dem riesigen Auto zu übernachten, haben wir in einem Motel eingecheckt und schrieben diese Zeilen. Gleich geht’s müde aber glücklich ins Bett, um morgen zu einem neuen Abenteuer zu starten.

Wir wollen uns nochmal gaaaaanz herzlich bei Lea und Jake für die tolle und unvergessliche Zeit bedanken, für das leckere Essen und eure Gastfreundschaft. Ihr habt uns einen wunderschönen Start in unser Abenteuer beschert. Vielen, vielen Dank für alles!!!

Ein Gedanke zu „Missoula & Idaho

  1. Es war so unfassbar schön und so mega viel Spaß euch hier zu haben! Es war so toll euch meine neue Heimat zu zeigen und meinen „Happy place“ mit euch zu teilen! Uns war es eine Freude eure Begeisterung zusehe und die Zeit so aufregend wie möglich zu machen! Tut mir leid das eure erste Woche etwas gehetzt. Ich drück euch ganz arg und kann es ja erwarten euren nächsten Bericht zu lesen!

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